Parkverordnung

Falsch geparkt, Bußgeldbescheid kassiert. Falsches Abstellen des Autos gehört zu den hĂ€ufigsten Verkehrsdelikten. Doch wo darf nicht geparkt werden und wie lange darf man sein Auto ĂŒberhaupt stehen lassen? Wie teuer kann Falschparken werden? Bei den vielen Regeln und Strafen ist es kein Wunder, dass Autofahrer sich nicht immer bestens auskennen.

Im folgenden Beitrag erfahren Sie genauere Informationen ĂŒber Parkverordnungen. DE-PARK verrĂ€t Ihnen die wichtigsten Regeln, um solche IrrtĂŒmer zu vermeiden. Außerdem informieren wir Sie darĂŒber, welche Geldbußen beim Falschparken auf Sie warten.

Beispielbild_Parkverordnungen
Beispielbild: Parkverordnungen

Wo ist das Parken verboten? – Parkverordnungen im Überblick

  • Nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) darf grundsĂ€tzlich nicht auf der linken Seite geparkt werden. Die Ausnahmen sind Einbahnstraßen oder Straßen, an deren rechtem Fahrbahnrand Straßenbahnschienen verlaufen. Ansonsten darf nur auf der rechten Seite in Fahrtrichtung geparkt werden.
  • Laut Parkverordnung darf an BehindertenparkplĂ€tzen nicht unberechtigt geparkt werden. Die Strafe dafĂŒr ist Bußgeld sowie das Abschleppen des Fahrzeugs.
  • Wer einen Parkplatz freihalten möchte, kann sich sogar unter UmstĂ€nden strafbar machen.
  • Auch wenn viele leicht in Versuchung kommen, ist das Parken auf Geh- und Radwegen laut Parkverordnung verboten. Auto- und Motorradfahrer können ein Bußgeld nur bei ausdrĂŒcklichen entsprechenden Markierungen vermeiden, die ein solches Parken erlauben.
  • Es ist nicht erlaubt, auf schmalen Straßen gegenĂŒber von Ausfahrten zu parken. Im Sinne der Parkverordnung gilt eine Straße als schmal, wenn das Parken auf der gegenĂŒberliegenden Seite die Einfahrt behindert.
  • Sollte das geparkte Auto Bauarbeiten behindern, kann auch ein ansonsten ordnungsgemĂ€ĂŸ abgestelltes Fahrzeug abgeschleppt werden. Voraussetzung ist, dass entsprechende Schilder ĂŒber das Halteverbot 72 Stunden vor Beginn der Bauarbeiten aufgestellt wurden.
  • Wer trotz Bußen immer wieder sein Fahrzeug falsch abstellt, kann sogar seinen FĂŒhrerschein verlieren.
  • Das Parken außerhalb des GĂŒltigkeitszeitraums eines Saisonkennzeichens auf öffentlichen Straßen und PlĂ€tzen ist nicht zulĂ€ssig.
  • Die entsprechende Parkverordnung schreibt vor, an defekten Parkuhren eine Parkscheibe zu verwenden und nur bis zur entsprechenden Höchstparkdauer zu parken.
  • Vorsicht vor UnfĂ€llen auf ParkplĂ€tzen! Es gilt das Gebot der gegenseitigen RĂŒcksichtnahme und nicht etwa rechts vor links. In einigen FĂ€llen wie beispielsweise beim RĂŒckwĂ€rtsfahren gilt eine gesteigerte Sorgfaltspflicht, die bei UnfĂ€llen die besagte Seite mehr belastet.

Parkverordnung – wie hoch können Bußgelder ausfallen?

Dieses Jahr kam es zu einer Änderung der Bußgeldkatalog-Verordnung, was das Falschparken nun noch teurer macht.

  • Mit einigen Ausnahmen ist das Parken in zweiter Reihe laut entsprechender Parkverordnung nicht gestattet. Taxifahrer dĂŒrfen jedoch in zweiter Reihe kurzhalten und FahrgĂ€ste ein- oder aussteigen lassen sowie GepĂ€ck entladen bzw. beladen. Wer abgesehen von Taxifahrern in zweiter Reihe hĂ€lt, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 15 € und fĂŒr das Parken 20 € rechnen.
  • Wer die Höchstparkdauer bis zu 30 Minuten ĂŒberschreitet, muss eine Strafe in Höhe von 10 € bezahlen. Beim Überschreiten bis zu einer Stunde sind 15 €, bis 2 Stunden 20 € und bis drei Stunden 25 € zu bezahlen. Sollte das Überschreiten lĂ€nger als drei Stunden dauern, betrĂ€gt die Geldstrafe 30 €.
  • Bußgelder werden auch fĂ€llig, wenn Kraftfahrzeuge aller Art unzulĂ€ssig auf Geh- und Radwegen parken. Dieses Jahr treten neue BußgeldsĂ€tze in Kraft. Autofahrer, die ihr Fahrzeug unzulĂ€ssig auf Geh- und Radwegen parken, mĂŒssen 55 € bezahlen. ZusĂ€tzlich gibt es fĂŒrs Parken mit Behinderung eine Geldstrafe in Höhe von 70 €, mit GefĂ€hrdung 80 €, mit SachbeschĂ€digung 100 € etc.
  • Wer beim Verlassen einer ParklĂŒcke den fließenden Verkehr behindert und andere gefĂ€hrdet, muss Verwarnungsgeld in Höhe von 30 € zahlen. Das Verlassen der ParklĂŒcke ist deutlich anzukĂŒndigen.
  • Laut Parkverordnung darf vor GrundstĂŒcksein- und -ausfahrten mit Ausnahme des Besitzers und seiner GĂ€ste nicht geparkt werden. Sollte das GrundstĂŒck allerdings ĂŒber einen abgesenkten Bordstein fĂŒr beispielsweise Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen zu erreichen sein, darf auch der GrundstĂŒckseigentĂŒmer nicht parken. Die Strafe dafĂŒr betrĂ€gt 10 €.
  • Das Parken in einer scharfen Kurve sowie in Bereichen einer unĂŒbersichtlichen Straßenstelle ist nicht zulĂ€ssig. DafĂŒr gibt es Bußgeld in Höhe von 15 €. Bei Behinderung ist eine Strafe in Höhe von 25 EUR vorgesehen. Sollte dabei ein Rettungsfahrzeug im Einsatz behindert werden, ist eine Geldstrafe in Höhe von 60 € fĂ€llig.
  • Wer seinen amtlichen Parkausweis nicht gut lesbar auslegt, dem droht ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 bis 30 €.
  • Das Parken auf der linken Straßenseite könnte den Fahrer ebenfalls zwischen 10 und 30 € kosten.
  • Außerdem ist aktuell eine Geldstrafe in Höhe von 20 € fĂŒr all diejenigen vorgesehen, die unzulĂ€ssig auf einem Schutzstreifen fĂŒr den Radverkehr parken.